Eingedachtes
Sieben Tage lang
Sieben Tage lang.
Was wollen wir trinken - sieben Tage lang
Was wollen wir trinken - so ein Durst
Was wollen wir trinken - sieben Tage lang
Was wollen wir trinken - so ein Durst
Es wird genug für alle sein
wir trinken zusammen - roll das Faß mal rein
wir trinken zusammen - nicht allein
Es wird genug für alle sein
wir trinken zusammen - roll das Faß mal rein
wir trinken zusammen - nicht allein
Dann wollen wir schaffen - sieben Tage lang
Dann wollen wir schaffen - komm fass an
Dann wollen wir schaffen - sieben Tage lang
Dann wollen wir schaffen - komm fass an
Und das wird keine Plackerei
wir schaffen zusammen - sieben Tage lang
wir schaffen zusammen - nicht allein
Und das wird keine Plackerei
wir schaffen zusammen - sieben Tage lang
wir schaffen zusammen - nicht allein
Jetzt müssen wir streiten - keiner weiß wie lang
ja für ein Leben - ohne Zwang
Jetzt müssen wir streiten - keiner weiß wie lang
ja für ein Leben - ohne Zwang
Dann kriegt der Frust uns nicht mehr klein
wir halten zusammen - keiner kämpft allein
wir gehen zusammen - nicht allein
Dann kriegt der Frust uns nicht mehr klein
wir halten zusammen - keiner kämpft allein
wir gehen zusammen - nicht allein
Was wollen wir trinken - sieben Tage lang...
Hier mal wieder was aus meinem Hinterstübchen. Das Lied ging mir den ganzen Nachmittag im Kopf herum.
Socki
Was zum Gucken
Ich habe selten so viele gute Bilder auf einem Haufen gesehen. Da werd ich ganz blas vor Neid, weil mir für sowas die Inspiration fehlt.
Schaut es Euch an und urteilt selbst.
Socki
Bastelstund
Der Gatte ist ein armer Hund,
er bastelt sich die Finger wund.
Ein Schiff soll hier entstehen,
wie soll das nur gehen?
Die Teile klein, die Finger groß,
wie schafft er das denn bloß?
Er schreit und motzt, er schimpft,
der Große daneben die Nase rümpft.
Mensch Mama, komm doch einmal her,
der Papa schimpft so sehr,
Du bist doch die Bastelqueen.
Ach, sind Komplimente schön.
Aber grad nicht gern gesehn,
Schiffsbau muß ohne mich von statten gehen.
Nie wieder kauf ich Bastelscheiß,
das für die Zukunft ich nun weiß.
Socki
sabbeljans handarbeit
Hinter diesem Link verbirgt sich Sabbeljans Beitrag zum
Bistro Poetry Contest
Was den Herren der Schöpfung alles so durch den Kopf geht, wenn sie unsereins beim Stricken zuschaun......
Hier gibts auch noch weitere gute Gedichte
Socki
Liedgut
Wir lagen vor Madagaskar
Wir lagen vor Madagaskar
Und hatten die Pest an Bord.
In den Kesseln da faulte das Wasser
Und täglich ging einer über Bord.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Wenn das Schifferklavier an Bord ertönt,
Ja da sind die Matrosen so still,
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt,
Die er gerne einmal wiedersehen will.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Und sein kleines Mädel, das sehnt er sich her,
Das zu Haus so heiß ihn geküßt!
Und dann schaut er hinaus auf das weite Meer,
Wo fern seine Heimat ist.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Wir lagen schon vierzehn Tage,
Kein Wind in den Segeln uns pfiff.
Der Durst war die größte Plage,
Dann liefen wir auf ein Riff.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Der Langbein, der war der erste,
Der soff von dem faulen Naß.
Die Pest, sie gab ihm das Letzte,
Und wir ihm ein Seemannsgrab.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Und endlich nach dreißig Tagen,
Da kam ein Schiff in Sicht,
Jedoch es fuhr vorüber
Und sah uns Tote nicht.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Kameraden, wann sehn wir uns wieder,
Kameraden, wann kehren wir zurück,
Und setzen zum Trunke uns nieder
Und genießen das ferne Glück.
Ahoi! Kameraden. Ahoi, ahoi.
Leb wohl kleines Mädel,
Leb wohl, leb wohl.
Wieder so ein Kindheitserinnerungsdings.
Eine Gruppe Jugendlicher auf dem Weg zur Kirmes im Nachbardorf. Mit dabei der Indianer, Hoss und noch ein paar andere Mädchen und Jungen. Ein gerissener Jeansrock und divierse Anzüglichkeiten des Indianers. Es war eine schöne Zeit.
Gute Nacht.
Socki
Tach auch
So, der Große ist im Kindergarten, der Gatte im Bett und der Kleine tappert hier so durch die Wohnung.
Heute ist mal kein Arztbesuch geplant und auch sonst steht nix wichtiges an. Also muß ich mal wieder Wohnungsputz machen. Hier siehts aus wie bei Hempels hinterm Sofa. Nach und nach wird alles erledigt, was die letzten zwei Wochen liegen geblieben ist. Gestern Abend habe ich, während Günter seine Fragen an zwanghaft lustige Menschen stellte, gebügelt. Alles ist weg außer den Bettbezügen aber die kommen so in den Schrank. Bei der Durchlaufrate komme ich eh nicht mehr mit dem Bügeln hinterher. Immerhin hat meine Pissnelke seit fast einer Woche nicht mehr ins Bett gemacht. Gottseidank.
Der Haustyrann hat sich wieder eingekriegt und nörgelt jetzt nur noch sporadisch. Grade merkte er an, daß ich doch putzen wollte. Nun habe ich es doch tatsächlich gewagt auch mal ein Päuschen vor dem Compi einzulegen. Dabei habe ich heute Morgen schon den Großen in den Kindergarten gebracht und im Anschluß den Bäcker meines Vertrauens heimgesucht. Und die Bügelwäsche ist schon aufgeräumt.
Rein zum Possen dehne ich jetzt mein Päuschen noch etwas aus. So, das hat er jetzt davon. Mein Kleiner zerlegt grade dem Großen sein Flugzeug. Selber Schuld, wenn er alles rumliegen läßt.
Und sonst? Alles im grünen Bereich.
Ich mach mich jetzt an die Arbeit.
Socki
Nis Randers
Krachen und Heulen und berstende Nacht,
Dunkel und Flammen in rasender Jagd -
Ein Schrei durch die Brandung!
Und brennt der Himmel, so sieht mans gut:
Ein Wrack auf der Sandbank! Noch wiegt es die Flut;
Gleich holt sichs der Abgrund.
Nis Randers lugt - und ohne Hast
Spricht er: »Da hängt noch ein Mann im Mast;
Wir müssen ihn holen.«
Da faßt ihn die Mutter: »Du steigst mir nicht ein!
Dich will ich behalten, du bliebst mir allein,
Ich wills, deine Mutter!
Dein Vater ging unter und Momme, mein Sohn;
Drei Jahre verschollen ist Uwe schon,
Mein Uwe, mein Uwe!»
Nis tritt auf die Brücke. Die Mutter ihm nach!
Er weist nach dem Wrack und spricht gemach:
»Und seine Mutter?«
Nun springt er ins Boot und mit ihm noch sechs:
Hohes, hartes Friesengewächs;
Schon sausen die Ruder.
Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muß es zerschmettern...! Nein, es blieb ganz!...
Wie lange? Wie lange?
Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher;
Sie schnauben und schäumen.
Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des andern springt
Mit stampfenden Hufen!
Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da? - Ein Boot, das landwärts hält -
Sie sind es! Sie kommen!
Und Auge und Ohr ins Dunkel gespannt...
Still - ruft da nicht einer! - Er schreits durch die Hand:
»Sagt Mutter, 's ist Uwe!«
von Otto Ernst (1862-1925)
Eines meiner Lieblingsgedichte. Meine Mutter konnte und kann es wahrscheinlich auch heute noch auswendig rezitieren.
Außerdem wurde es meines wissens nach von Achim Reichel vertont. Den mag ich auch. (Wieder so ein Wikingertyp!)
Socki
Küssen erlaubt
Nachtrag:
Frauen küssen gerne wollüstig, Männer nur, wenn sie Sex haben wollen. Stimmt leider.
Hier noch was zu dem Thema. Eines meiner absoluten Lieblingsgedichte:
Villon, François (1431-1464)
Eine verliebte Ballade für ein Mädchen namens Yssabeau
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund,
ich schrie mir schon die Lungen wund
nach deinem weißen Leib, du Weib.
Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht,
da blüht ein schöner Zeitvertreib
mit deinem Leib die lange Nacht.
Das will ich sein im tiefen Tal
dein Nachtgebet und auch dein Sterngemahl.
Im tiefen Erdbeertal, im schwarzen Haar,
da schlief ich manches Sommerjahr
bei dir und schlief doch nie zuviel.
Ich habe jetzt ein rotes Tier im Blut,
das macht mir wieder frohen Mut.
Komm her, ich weiß ein schönes Spiel
im dunklen Tal, im Muschelgrund...
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!
Die graue Welt macht keine Freude mehr,
ich gab den schönsten Sommer her,
und dir hats auch kein Glück gebracht;
hast nur den roten Mund noch aufgespart,
für mich so tief im Haar verwahrt...
Ich such ihn schon die lange Nacht
Im Wintertal, im Aschengrund...
Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund.
Im Wintertal, im schwarzen Beerenkraut,
da hat der Schnee sein Nest gebaut
und fragt nicht, wo die Liebe sei,
Und habe doch das rote Tier so tief
erfahren, als ich bei dir schlief.
Wär nur der Winter erst vorbei
und wieder grün der Wiesengrund!
...ich bin so wild nach deinem Erdbeermund!
Schmacht-Socki